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Glück
Siebtes Kapitel
Viele Linden stehen nebeneinander vor der roten Fassade des Hauses, in dem sich diese Szene entwickelt (noch (zum Glück) kein Mensch hat Top-Shirts, BH und / oder Sport-Slips für diese Bäume erfunden. Während ihre gelben Blätter zu fallen beginnen, wenn der Wind weht, haben sie nicht alle ihren ständigen Wohnsitz auf der Erde. Dann erheben sich ihre gefallenen Äste auch manchmal wie tausende vergessene Körper ohne Särge, in die Luft, die schon immer etwas Anderes ist, als das, was wir jetzt schlecht kennen, hineinsaust, alles ist aber wie zuvor. Ihre Wurzeln sind hart, und es ist nichts mehr zu sehen: keine Rosen, Rhododendrons, Maiglöckchen oder Orchideen, trotzdem sie gefühllos sind, können das mehr sehen, ertragen. Kalte Tränen bereichern die Pflanzenwelt auch, weil ihre Reisepässe abgelaufen sind. Gute Reise!, wird ihnen auch gewünscht, den Tränen, zum Glück sind sie gratis. Manchmal denke ich daran, daß es zu schön ist, daß die Menschen freiwillig diesen ökologischen Dienst leisten, sonst hätten wir sie zum Sterben zwingen müssen, solche Kopfschmerzen sind nicht mehr nötig. Wie sinnlos es ist, diese Taktik nicht zu lieben! Mein Respekt ist so groß, wie konkret mein Glück ist (was soll das? D. C.). Alles geht automatisch und dynamisch. Valeri, bleib immer intelligent, humorvoll, freundlich und zielstrebig - diese Welt hat Gott für dich geschaffen, denkt er, während er zufrieden nach Hause geht.
Anna liegt im Bett. In ihrem Schlafzimmer, als Valeri das Licht einschaltet, bemerkt seine Tochter, legt seine schwere und warme väterliche Hand auf ihre Stirn. Anna hat die Temperatur gemessen und entdeckt, daß sie 39, 9 Grad Celsius Fieber hat. Ja, du bist wirklich krank, sagt Valeri, aber kein Problem, bald kommt mein Arzt, den du kennst. Er ist verrückt, weil alle begabten Menschen verrückt sind. Aber Anna sieht entsetzlich aus und krämpfend zwingt ihren Mund schon zu sprechen. Sie stöhnt, wirft den Kopf zurück und beginnt zu ächzen und zu schreien. Aber Valeri ist nicht traurig: zu Hause braucht er keine Gesundheitlichen Probleme, den Tod hat er schon besiegt! Jesus Christus! Was sehr demokratisch zu sein scheint kann in Wirklichkeit etwas total Anderes sein. Anna! Sagt er streng, ich befehle dir das alles mir zu zeigen. Nimm das nicht so ernst. Wenn Sie mich fragen, sie soll nichts ernst nehmen, weil sie schon ja im Bett vernunftlos liegt. Wie lange dauert es? Zwei Stunden, antwortet Magda und weint. Verdammt. Meine Tochter mußte immer gesund und knackfrisch bleiben. Bitte, ruf den Arzt sofort an!
Sehr langsam öffnet Anna die Augen. Zuerst sieht sie zwei lustige Männer, die sorgenfrei miteinander vom Alkohol reden, sie begreift nichts, liegt im grünen Bett des Krankenhauses. Die Krankheitsversicherung hat natürlich keinen Sinn. Um ihre Probleme kümmert sich ein wirklich sehr bekannter Arzt, der ihr mit seinem rechten Daumen zeigt, daß er sie bemitleidet, es tut mir leid, so sagt er. Guram Gabrielashvili kontrolliert die Situation, aber er verweigert den unmittelbaren Kontakt mit dem kranken Mädchen und hält ein wenig Distanz, wie Liebe. In der Vase steht ein großer Blumenstrauß, rote und gelbe Rosen und Tulpen wohnen in der Vase, in ihrer eigenen Scheiße, die den Menschen sehr gefällt, die sogar ihre eigene Scheiße nicht ertragen und sich schämen, dass sie Löcher haben. Die Blumen verstehen nicht sehr viel, sonst hätten sie gegen etwas protestiert. Damit ein neuer junger Präsident niemandem in seine müden Händen fällt, in Beifall klatscht, manchmal auch klatschnass, als er seine neue Wahlkampagne gewissenlos führt. Ein wenig riecht es in diesem Zimmer auch nach Mandarinen, die Magda kurz vorher auf den Tisch vor ihrem Bett gelegt hat. Anna ist schon teilweise zur Vernunft gebracht, lächelt, als hätte sie keine Schwierigkeiten, aber wo sind jetzt ihre Freundinnen? Krankenhaus ist nicht sehr weit von der Hauptstadt. Das Gebäude ist in der Stalin-Zeit für die größten Parteiführer, Schriftsteller, Komponisten etc. gebaut worden, die schon sich an keine Staatsanwaltschaft wenden können. Irgendwo ist auch ein junger Mann krank, er liegt nicht in so einem schönen Bett, und ihn können etliche Damen, diese Schmuckstücke der Welt verstehen, weil er krank und weil er arm ist. Keine Jungfrau will ihn streicheln, die ihre Polizisten oder andere Leute lieber streicheln, die mindestens oft offizielle Personen oder Geschäftsleute werden wollen und bereit sind, jedem Schwein zu helfen, aber wirklich keinem Schwein in dem direktesten Sinne. Z. B. Unser Valer erhält jeden Tag von 200 bis 500 Liebesgrußkarten per E-Mail, die er dann einfach immer löscht, ohne sie nur einmal richtig gelesen zu haben. Männer lieben ihrerseits Kate Moss, Gisele Bündchen oder ihre zahlreichen anderen kläglichen Wiederholungen. Die Menschen müssen auch mit dem Hunger bedroht worden sein, damit sie mindestens den Hochzeiten ihrer Nachbarn beiwohnen. Aber welche Affen haben viele Bonbons? Ganz richtig. Jetzt können Sie relativ besser wissen, wo Sie sich befinden und warum sie sterblich sind. Und noch auch: die Männer, die ihre Familienmitglieder in gewisse unartige Weibstücke stecken wollen, sind immer bereit, diese Frauen zu vergöttern, was ihre größte Strafe ist, weil die Meisten von ihnen leider keine Göttinnen sind. Sie glauben ihnen früher oder später irgendwo direkt auf der Straße zu begegnen und müssen dafür immer wachsam und konkurrenzfähig bleiben. Zwei kleine Birken stehen im Garten, die Anna durchs Fenster sieht. Durchs Fenster sieht man doch gar nicht genug, kommen Sie schreiend herein! Papa, wie schön die Blätter fallen? Siehe selber an. Leider ists in Tiflis nicht so lustig, wie in Paris. Valeri denkt oberflächlich an die Bäume, die ihm seine Tochter zeigt und auf denen keine goldenen Äpfel wachsen. Es ist nicht alles Gold, was gelb ist. Sehr gut, daß die Straßen in diesem Dorfe (Tiflis ist für mich nur ein armes Dorf, wie alle Städte übrigens, weil ich nämlich ein Dörfler bin) zum größten Teil asphaltiert und besser beleuchtet worden sind, als gestern oder irgendwo in Achalsopeli, wo die Leute abends vor dem Fernseher manchmal auch allein betrinken oder wenn sie Gründe und Zeit finden sich so oft streiten oder über die Politik diskutieren, die aktuell, und die wahrscheinlich nicht ihre Sache ist; in ihrer Nähe wollen sie keine Geheimdienstler entdecken, sehen, die ihnen überall erklären können, ob Georgien überhaupt demokratisch ist, damit es neue Kinder erscheinen, die vorher nicht gelebt hatten. Tanzen oder sterben geht jede Frau auch sehr leicht, aber nicht in Achalsopeli: in Achalsopeli ist alles wie immer, wie in allen Dörfern und Städten, wie überall auf der Erde. Diese Äste und Blätter sind also nicht mehr nötig, sie sind aus der Mode gekommen, wilde Rosen, Tannen, Lorbeerbäume usw., haben in diesem Dorfe auch keinen Platz. Sie soll man vielleicht auch verfolgen, aber wieso das. Besser wäre es, sie zu zerstückeln und zu verkaufen oder dann schöne Bilder, Bücher, Zeitschriften und/ oder Zeitungen zu produzieren, so oder so, um nur etwas verkaufen zu können. Das älteste Problem ist dieser verdammte Markt, der übervoll ist und kein gutes Produkt braucht. Ich kann alle bestechen, aber warum so ekelhaft, warum so hässlich denke ich an alles? Man muß dann mit Bitten und Beschwerden sich nur an uns wenden, weil man einfach nichts besseres erleben darf, diese radikal stabile Ordnung, dessen Basis wir sind, was ihrem Geschmack entspricht, was ich immer zu teuer verkaufen kann und was jeden Tag nicht altert, ist auch mein Produkt. Ich bin stolz darauf, daß das (alles) auch mein Produkt ist. In der letzten Phase kann man einfach am Tisch sitzen und alles kontrollieren, damit man gegen neue Aufpreise nicht protestiert, damit man feiert und unsere Feiertage nie vergißt. Die Menschen sind zuviel und wenn jemand stirbt, muß man seinen Körper einfach wegschmeißen und schon ganz moderne, fortschrittlichere Persönlichkeiten produzieren, ohne weniges Mitleid, weil sie auch so wollen, sie haben auch ihre Werte, wie diese Bäume ihre Äste und Blätter neue Erlebnisse haben, und sie sind stumm. Es tut mir weh, aber leid tut es mir sowieso nicht. Sie sind leider daran gewöhnt, daß sie alles zu verdienen brauchen, und sie tun nur das, was schwierig zu verwirklichen ist. Aus ihrem Schicksal sollte man besser unendlich Ausschnitte machen, damit alle zu komprometieren, alle, alle, damit diese Leute nicht zu rekonstruierend bleiben, wie z. B. irgendwelche alte Brücke, die zwischen den beiden Ufern von Mtkvari liegt. So sind alle naß, hier, wo man lebt und nichts Schöneres mehr erlebt, weil, wie in den meisten ärmsten Ländern der Welt nichts kostenfreier ist, sind alle nass, wie zum Beispiel unsere Gedanken, aber das Fleisch kann jederzeit naß werden, ahaha. Jaja. Seine BesitzerInnen sind erbittert, oder was? Die Frauen können neue Verträge schließen, für unsere gemeinsame süße Zukunft, die doch noch von dieser Leute abhängt. Wenn ein Mädchen ihre Brust in die ewig hungrigen Röhre stellt, die uns nicht gehören, entwickelt sich alles, das Geschäft geht, das Geschäft läuft, der Chef geht, mir geht mrima, und nur die wenigsten Mädchen müssen ihre Flüssigkeiten entweder mir, oder meinen (unseren) Problemen widmen, damit sie überhaupt keine Flüssigkeiten haben, wenn es überhaupt möglich ist. Jaja. Kein Problem. Das können unsere schönen GeorgierInnen tun, die immer hungrig sind, liebeshungrig und liebesdurstig, weil sie wirklich niemand liebt, und es ist überall und für jedes Schwein bekannt, daß wer hungrig ist, oder wer keine Wohnung (Werbung!) hat, keine sexuellen Probleme hat. In unserer alten aristokratischen Stadt, wo so viele Versammlungen stattfinden, kann jede Anschauung attraktiv sein, wir müssen schweigen, damit man gleichzeitig alles durchlebt, ich meine, unsere Liebe (also, einige Höhen und Tiefen) durchlebt. Was Anna betrifft, Guram, du kannst sie retten, sie versucht jetzt einzuschlafen, sei olympisch ruhig. Obwohl sie noch wenige Schmerzen im Bauch spürt. Du brauchst in medizinischer Hinsicht auch nichts mehr zu tun.
Das kann man leicht realisieren, denkt Anna, es ist vielleicht ganz genug, zu sterben und diesen Körper zu verlassen, also raus, aus dem Körper!, Körpy, ich werde über dich dann im Himmel lachen aber nein, nein, ich will lebn, oder? Es ist der leichteste Weg, nicht zu denken, ich meine, es ist sehr leicht, nicht denken zu können. Jesus Christus werde ich besuchen, sehen, wie er in Wirklichkeit aussieht, im ewigen Licht, wo es keine Bremsen mehr gibt, geh, unendlich unendlich. Mich werde ich auch gerne fotografieren lassen. Was hier, auf der Erde passiert, sei im Paradies ganz unvorstellbar, sagt man. Ist das wahr oder falsch? Das weiß ich auch nicht, weil uns diese Frage hier schon niemand mehr stellt, weil es schon zu geschmacklos ist, die Fragen zu stellen, die nicht erlaubt sind... So denke ich.
Sie schließt die Augen (ist sehr krank und kann nichts mehr fassen). Und duldet, wartet auf ihren privaten Arzt, der bald kommen und sie von ihren Schmerzen befreien muss. Ich habe vergessen, ihn genug zu charakterisieren: Guram ist schon sehr berühmt und er braucht für sich schon keine Interviews zu bestellen, und ihm gefallen schon keine JournalistInnen. Was die Religion betrifft, in seinem Arbeitszimmer hängen an der Wand direkt vor seinem PC acht Heiligenbilder. Valeri steht schon mit dem Glas in der Hand neben seiner Tochter und ist sogar Schokolade so modisch, daß ich weinen will. Der Arzt, ein wunderbar sympathischer Mann, dessen Vater für sein Studium an der Universität (wer weiß noch nicht, Scheiße!, daß der Tod auch seinen Preis hat?), viel, sehr viel Geld ausgegeben hat, der jetzt 91 Jahre alt ist. Er hat eine künstliche Vagina zu Hause, in die er oft gerne seinen Schwanz steckt, wenn er allein ist, zu oft, nicht der Vater, sondern Guram, jeden Tag, zumeist abends. In Geschlechtsfragen liebt er, wie alle, nur die herrschenden Wahrheiten und findet das alles paradoxerweise superkomisch. Er kümmert sich nicht darum, daß alle Männer (nur in diesem Buch!!!) so vernunftlos, einfach abscheulich sind, wie er selbst auch ist, ein ältlicher Mann, der teilweise noch blonde Haare und braune Augen hat, dieser hochgewachsener Mann, der immer bereit ist, alle Frauen, sogar die verrücktesten von ihnen neidisch auf dem Fensterbrett zu ficken, auf dem ihr der Körper weh tun kann. Er spricht manchmal, seine Erfahrungen seinen sehr reich. Wenn jemand ihm es gestattet hätte, würden sie alle Mädchen vergewaltigen, die ihn verabscheuen und er untersucht diese kleine und sympathische Schauspielerin, die schon so eine gute Karriere gemacht hat und immer so wunderbar spielt (Seife Seife Seife! Hautcreme Hautcreme Hautcreme (ihre Gedanken sind das: aber alles nur für Galgenhumor. Alles nur für uns)!). Diese Barriere, die Werbung müssen zuerst alle überwinden, wie junge Pferde, bis sie noch atmungsaktiv und jung und schön sind, die Menschen müssen auch jede Schwierigkeit erdulden. Sie müssen dableiben. Er stellt fest, daß sie eine bis heute noch unbekannte Krankheit habt, vielleicht, einen ganz unbekannten Virus, der ansteckend sein kann, aber er kann sich leicht verirren und einen unverbesserlichen Fehler machen, Anna braucht sie für ihre detaillierte Untersuchung und bessere medizinische Betreuung in seiner eigenen Klinik operiert werden. Er ist ihr alter bekannt, erinnert sich an die Annas Mutter. Ja, es ist sehr unangenehm, eine ganz unbekannte Krankheit zu entdecken, aber solche Fälle (es klingt unmenschlich, trotzdem vor allem ich ein wirklich guter Mensch bin), weil solche Fälle unsere Praxis leider bereichern können. Wir können alles nur vermuten. Jetzt gibt’s zum Glück ohnedies noch keinen Grund zur Panik. Es gibt in der Welt noch zahlreiche andere unbekannte Viren und Pathologien. Diese Viren und Bakterien ändern sich zu schnell und kein Mensch kann sie verhindern, obwohl wir wissen, was jetzt diese biologische Waffe erzeugen kann, wie sadistisch es ist. Nur sie, die Bakterien und Viren sind unser Zweck, die in der Natur zuviel sind, in jeder menschlichen Zeit erscheinen und von denen wir immer angegriffen werden können. Valeri sagt trocken: sie mußte aber gesund bleiben. Immer. Sie mußte nie krank werden. D. H. das kleine Mädchen musste sich wie so oft auf die Skateboards stellen und Sport treiben. Es ist ihre Pflicht, immer klein und vernunftlos, selbst wie eine Bakterie lächelnd durch die Altstadt zu bummeln, und wenn sie krank ist, hat Schuld daran, dass sie krank ist. Wo der arbeitswillige Körper produziert wird, der auch seine Gesundheit verabscheut, muß dieser Körper nie von jemandem entwertet (vor allem entjungfert, denkt Valeri) werden. Sogar wenn jemand stirbt, muß er bald aufstehen und wieder Überstunden machen, wie Jesus Christus, der stärkste vermutlich erfundene Mann, der die ganze Kulturgeschichte beeinflusst hat, dessen Name in jeder anderen, zweiten Person eingewurzelt ist, tief, und gleichzeitig es klingt paradox, aber so oberflächlich, dass die Menschen schon an ihn auch nicht glauben, was wir Schriftsteller auch können. Es scheint nicht sehr schwierig zu sein, ständig zu sündigen und dann alle Sünden abzubüßen, wo es wirklich keine Rettung gibt, wie es die meisten christlichen Bücher ganz konkret beweisen.
Valeri ist zufrieden. Der Arzt ist schon genug bekannt und bzw. sehr gut. Er ist ein Millionär und ihn kann man nicht so bestrafen, wie seine ärmeren Untertanen, er ist seine Autorität, sein Idol. Nicht jeder Arzt verdient Ruhe in seinem Arbeitszimmer, wenn seine Träume ihn zu langweilen beginnen, wenn nur er an sie denkt. Dieses Instrument, das Denken gefällt so einem ausgebildeten Menschen schon nicht mehr. Zum Glück hat aber dieser Arzt seine Klinik, sonst hätte man ihn schon lange weggeschmissen, weil er in der Öffentlichkeit zu klug zu sein scheint, weil er seinen Kollegen Arbeitsplätze gegeben hat. Die Klugheit muß man nicht ertragen, indem alle unendlich nur ihre eigenen, klaren, konkreten Vorstellungen haben.
Die Tankstelle, wo man hypnosiert und schockiert, von jedem Tropfen Benzin gerne Gebrauch machen kann, ist voll. Die Leute schluchzen regelmäßig, wenn sie sich in einem schönen Büro, in einem schönen Arbeitszimmer befinden; sie bieten um Verzeihung und gehen stets hinaus, um die Nasen zu säubern, weil es in diesen Schweinereien auch vollkommen verboten ist. Kein einziges Wort wird von dem 100 %-igen Sauerstoff gesagt, und sie werden verfolgt, ohne Abschied, der Mensch ist Sauerstoff, im direkten Sinne, d. H. er gefällt dem Markt nicht. Die Mörder lachen aber zuviel über ihre blöden Opfer, ihre Naivität und wissen nicht, dass sie auch nichts Besseres haben und sie auch in derselben Pfanne gebrannt werden, wo sie sich normal fühlen und alles Wesentliche richtig sehen, die Opfer (die Polizisten erhalten ihre Preise und erholen sich dann auf Mallorca oder Hawai’i, wo sie braun werden, heiße Sonnenstrahlen genießen und neue europäische oder amerikanische Mädchen kennenlernen können, was ihren Opfern dann natürlich immer unmöglich ist, wenn sie nicht mehr am Leben sind. Wie groß ist dein Glied, entschuldige mir, Penis? Kein Problem. Das Glied (ich meine Geld) darf nicht spurlos verschwinden. Die Mörder kümmern sich darum, dass die sog. Gesellschaft etwas Entsetzliches nur geschmacklos findet und jeder Mord muß dann von ihren KünstlerInnen in die Harmlosigkeit verwandelt und durch die Bilder verhüllt werden. Der Mord feiert schon inzwischen sein ichweißnichtwievieltes Jubiläum und dann müssen sie selbstständig unbedingt zurückkommen, wie Jesus Christus, es genügt, nur ein Paarmal anzurufen, damit man sie unmittelbar auch kocht oder brennt und damit sie dann alles gratis bekommen. Sie haben keine Chance, weil es selbstverständlich unmöglich ist; lassen Sie sie bitte das! Ihre Körper erhalten dann unendlich unmenschliche Formen (enthalten Sauerstoff (mehr als 70%)) ihre heutigen Chancen, weil sie mehr zum Glück keine Forderungen stellen können. Finden sie Sklaven, die ihre geheimen Wünsche pünktlich erfüllen? Sie tun das auch jetzt, keine Folgen?, haha. Meinerseits helfe ich ihnen nicht und niemand kann mich zwingen, nur noch einen einzigen Finger zu rühren, um sie aufzuwecken, tun Sie das auch nicht! Seien Sie nicht so unmenschlich. Das müssen natürlich die Götter tun. Ich bin natürlich kein Gott. Ich kann weinen, wenn ich sehe, wie herrlich der Tod sich Nachthemde, Pyjamas, schöne Slips oder T-Shirts anzieht.
Valeri erinnert sich an seine ehemalige Frau und lacht. Sie ist zum Glück gestorben, die blöde Henne. Das hat mit dem Henne-Ei-Problem nichts zu tun, das Valeri schon hinter sich zu haben glaubt (Millionen stehen hiner mir, sagte Adolf Hitler). Er muss keine Steuern zahlen. Diese Themen wiederhole ich auch, und es gibt keine Rettung. Was ich sage, wird nicht ernst genommen, weil ich selbst nicht beachtet werde. Ich, Wächter der Hölle, bin hier und mir gehören alle Toten, mindestens die Hälfte von ihnen. das schütze ich urheberrechtlich. Man hat sich gewöhnt, daß es unmöglich ist, etwas gründlich zu ändern, bis es zu spät ist und wartet und wartet. Jeder Mörder finden leichter, jemanden zu erschießen, verhungern zu lassen, arbeiten zu zwingen, auszubeuten, auszuschöpfen, die Promiskuität total zu verbieten, zu kämpfen, als darüber nur oberflächlich nachzudenken, was z. B. ich sage. Weg mit der Ironie – ich weiß wirklich nicht, ist in allen anderen Ländern auch so? Ist alles relativ besser, schlimmer, aber noch so „schön, einfach ausgezeichnet,“ wie in Georgien? Im Prozeß der Evolution der Menschheit ist augenblicklich auch nichts Neues. Er trägt schöne Sonnenbrillen, damit man sein Beispiel nimmt und zahlt, für die Sonnenstrahlen. Aus den Wolken fallen keine Menschen – nur, ich muß gestehen, oft Fallschirmspringer oder ehemalige, geschmolzene Fallschirmspringer fallen, oder die aktiven oder passiven Leute, die mit dieser Sport- und selbstverständlich nicht nur Sportart etwas zu tun haben, so der so, die Opfer einer Amtsperson, manchmal nur ihre Tröpfen fallen, was unsere gemeinsame Zukunft ist. Dann geraten sie in eine neue Generation, der Mörder und sein Objekt, beide zittern, weil sie erschrocken sind, fliegen und werden nach dem direkten Kontakt mit der Erde gerettet, ihr Fleisch wird in verschiedene, gegenüberliegende Teile aufgeteilt, aber nicht gleichzeitig. Nehmen wir seine Frau, an die Valeri sich schon kaum noch erinnert. Wir merken uns gut, sie ist ein ordentliches Mitglied ihrer Gemeinschaft gewesen. Und jetzt hängt ihr vergilbter Foto an der Wand, im Annas Schlafzimmer, dessen schöne Wiederholung jetzt ihre Tochter sein muß, wie jetzt der goldene Mond irgendwo am Himmel auf Berlin, Achalsopeli oder Moskau hängt, wo viele Menschen, die dann von Valeri kontrolliert werden müssen, auf ihr hoffnungsloses Schicksal warten. Es blutet, regnet und dämmert, was ein ganz natürliches Phänomen in Georgien, im Herbst, am Abend ist. Das werde ich nicht beschreiben, finden Sie das auch langweilig? Anna wird ins Auto gestopft, weil auf diese Weise noch eine elitäre Familie keinen schmutzigen Rettungswagen braucht. Viele Armen können anrufen und dann kommt die Rettung ohne Verspätungen, wenn sie ein neues Parlament wählen, das ihre Häuser besser ruinieren wird. Magda findet geschmacklos, diese allgemein zugängliche Quelle der Gesellschaft zu benützen, ins Auto steigt auch der Arzt, er ist aufgeregt und froh, dass er so einem schönen Mädchen etwas Gutes tun kann, weil sein Beruf für ihn schon unerträglich geworden ist. Es wird meine anderen Sünden ein bisschen entschädigen, wenn… denkt er, Gott weiß, daß ich sehr oft sündige, das ist meine Schuld, ich bin kein Opfer meines Berufs, sondern sein Soldat. In dieser oder anderen Situation ist er immer schamlos und wenn sich eine normale Frau freiwillig operieren lässt zahlt sie nichts, wenn sie seine echte langjährige Patientin ist und im Krankenhaus auch gefickt werden kann. Solche Patientinnen heilt er ungern, wo alles seinen Preis hat, als Valeri und seine besten KollegInnen und Freunde ihrerseits neue Geschichten für uns schreiben. Das Mädchen ist trocken, wie so oft, versteht nicht, wie ernsthaft ihre Krankheit sein könnte, wenn nicht der Vater, dessen direkte Pflicht es ist, traurig zu sein, als er feierlich zu lachen beginnen will und in guter Laune ist. Er glaubt bald Milliardär zu werden und sogar im Gefängnis wird er besser leben, als wir, trotzdem wir frei sein und die frische Luft der Freiheit atmen wollen, was uns unmöglich ist. Es ist nur ein Traum.
Es werden keine Rosen, Brombeeren oder Himbeeren oder andere Bäume, Blüten und Blumen geliebt, die Luft ist übervoll, aber der Regen kommt und verfolgt alles, wie jemand sagt. Das ist keine richtige Entscheidung der Luft. Schade. Dieses Mädchen tut mir sehr, sehr leid. Am Seeufer spielt sie Volleyball nicht mehr. Ja. Mir kommt es vor, daß sie jetzt ihre weibliche Rolle auch nicht spielen muss.

Hieronymus Bosch. Garten der Lüste
16. 01. 2008
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