Alex begegnet in der Straße seinem alten Bekannten, Ilia, der heimlich über ihn lacht und ihn ironisch Don Quichotte nennt, und lädt ihn zu einem Glas Bier ein. Beide sitzen bald an einem Tisch, der Saal ist nur durch zwei Glühbirnen schlecht beleuchtet. Der Kellner schaut sich beide mit seinen lustigen Augen an. Ihm ist alles langweilig und will sich mit ihm unterhalten, wie, ein langweiliges Buch oder eine langweilige Zeitschrift aufschlagen und lesen, weil es in der Natur mehr nichts Besseres gibt. Gestern wollte ich etwas machen, heute schon nichts, beginnt Alex zu sprechen, wer empfindet noch nur ein bißchen Lust? Ich empfinde das nicht. Schade. Wem gehört unser sinnloses Leben? Ich bin verzweifelt. Was ist mit mir passiert? Diese Leute wollen, daß jemand sie für das Leben, wie für die Prüfungen vorbereitet, sie wissen nicht, daß alles leichter ist, als jede Prüfung, die diese tödlichen Veranstaltungen stattfinden, er trinkt einen Schluck Bier, nachdem das Glas wieder auf den schwarz lackierten Tisch stellt, wir gehen, wissen wir nicht, was wir tun wollen. So schrecklich ist unser Mißtrauen gegenüber uns selbst, daß wir nicht wissen, warum wir nervös sind, unzufrieden; was liegt unserer Verzweiflung zugrunde _ das können wir auch nicht wissen. Das passiert nicht nur mit mir. Das ist eine ewige Krankheit, ewig, nicht darum, weil unser Charakter uns zwingt, zu fliehen, sondern wir beneiden alle, die bereit sind, etwas zu beginnen, was dem Leben dient, uns nicht stört und keinen einzelnen Menschen vernichtet. Genau damals, ich weiß das (selbst bin ich ein Schurke: ich hasse mich, da ich nichts tun kann), wenn es sich um die Liebe handelt (sagen wir das so; ich weiß nicht, warum wir diese Liebe unser persönliches Glück nennen, die tatsächlich, nur einen Augenblick dauert), bin ich schrecklich konservativ, aber sehe diese schrecklichen Filme jedoch zu Hause, in der Mitternacht, wenn alle schlafen. Ich bin immer nervös, wenn ich ein schönes Mädchen sehe, und kann mit ihr direkt in der Straße nichts tun, wenn ich sehe, fühle, daß sie mich will. Mein Wunsch ist es, das wahre Gesicht von dieser scheußlichen, nur das Eigentum schützenden, unmenschlichen Kultur zu zeigen! Warum ist alles verhüllt? Daß wir diese blauen, roten und gelben Häuser, deren Steine seufzen, bauen! Warum steht diese Bettlerin direkt in der Straße, und geht dieser Mann, der ein respektvoller Beamte zu sein scheint, an ihr unbarmherzig vorbei, und gibt ihr nur klägliche Groschen? Wenn wir ihn gefragt hätten, hätte er geantwortet, er habe keine Angst; warum zeigt er uns nicht seine Angst? Viele von ihnen wollen, daß jemand uns für etwas vorbereitet, weil sie so erzogen sind. Sie wissen nicht, daß sie leben! Die Frauen sind allein, wenn sie jung oder alt sind, kontrollieren sie zuerst ihre Eltern, dann ihre Männer und Eltern zusammen (das ist wie eine Koalition), alle, die ein wenig Lust dazu haben, und beginnen sie zum Schluß fast alle Männer zu hassen. Ich will nicht begreifen, warum sie keinen Protest gegen ihre hoffnungslose, einsame, verzweifelte, tödliche Existenz ausdrücken, aber, weiß ich jetzt, daß sie uns _ fast alle Männer hassen. Ich bin ein Mann: warum bin ich ein Monstrum? Warum bezaubere ich sie? Oder: warum haben sie kein Interesse für mich, damit sie alle Fesseln vergessen, die manchmal tatsächlich nicht existieren? Das dient dem Tod, was, verstehen sie das nicht? Es gibt sehr viele Fragen. Noch mehr, wenn jemand sehr schwach ist. Jemand kann die Natur ändern, aber wann tut er das? Jemand glaubt daran, daß es außer der Natur oder in der Natur irgendwelche geheimnisvolle, spirituelle Macht besteht, die alles kontrolliert. Dieser Unsinn! Was ist mit mir los? Ich lebe schon nicht. Das ist auch eine Folge. Jemand will seine Sache tun, und mich in der anderen Welt kennenlernen. Ich brauche keine andere Welt! Ich brauche kein Paradies! Ich liebe nicht diese Welt, aber trotzdem sie so unvollkommen, sehr unvollkommen ist, will leben, aber vor mir sind alle Grenzen hermetisch abgeriegelt, ich bin hungrig. Jemand schließt jede Tür immer vor mir. Der US-Präsident. Trägt er keine Verantwortung? Nein, er trägt fast die ganze Verantwortung, da seine Macht, sein Einfluß hier schon fast unendlich ist. Sein Gewalt teilt er mit seinen Anhängern und Gegnern. Die USA, Russland sind unsere Freunde, aber ich brauche nicht ihre Hilfe! Viele Einrichtungen / Leute zwingen uns mit ihren Klischees, die sie erfinden heimlich, an ihren geheimnisvollen Projekten teilzunehmen: das heißt, kaltblutig, unbarmherzig zu sein und alle armen Männer oder / und Frauen zu hassen, oder allein zu sein. Sie fördern zahlreiche Maßnahmen in Georgien, unsere “kulturelle Erbschaft.” _ Ihrer Meinung nach, diese alten Kirchen sind “unsere kulturelle Vielfalt und georgische eigenartige Identität!” Dieser amerikanische Botschafter und dieser an der besten Uni der Welt ausgebildete Präsident kontrollieren alles. Wir sind nicht unabhängig, nein, wir sind ihre Sklaven. Fast alle klatschen in Beifall, weil nur sie viel Geld haben. Die Nationalität ist ganz egal. Viele Leute haben keine Moral, sie ist auch leider nur für die ärmsten Leute erfunden. Sie lesen keine Bücher, nur ihre Geheimdienste und ihre Niederlassungen, hier, interessieren sich nicht nur für ihre eigenen Künstler… Ich bin kein Künstler. Das will ich nicht… Diese Leute haben auch kein Interesse für eine freie sexuelle Moral. Und mir ist schon ALLES auch ganz egal: z. B. in Georgien, besonders, in den Gebirgen gibt es zahlreiche Traditionen, die sie nicht verändern! Die Liebe ist anstrengend, ihre Waffen sind nicht schwer! Ihr Joch ist nicht schwer! Viele Georgier sterben vor Hunger, Krankheiten, schneller, als im Jahre 1913, jetzt, und diese Amtspersonen haben diese Grenzen und kein Gewissen mehr! Warum öffnen sie nicht ihre Grenzen? _ Ihre Wirtschaft ist unglaublich schwach, sie wohnen unterm roten Himmel, der jeden Tag stirbt, und sind stolz darauf, daß unsere Wirtschaft schwächer ist. Wen demütigen sie? Das ist noch ein Unsinn. Alex schweigt und schlürft ein wenig Bier aus seiner Flasche. Ilia sitzt und schaut sich ihn mit seinen müden Augen an. Wenn wir schlecht leben, das bedeutet noch nicht, daß alles im Tunnel ist, sagt er, wir immer vorwärts, vorwärts, bis wir jung sind! Aber vergiß nicht Gott, er ist mit uns immer, wenn wir uns schlecht fühlen. Du hast vielleicht nur einfach Probleme mit Frauen. Sie brauchen kein Geld. Du denkst immer ans Geld, wenn mit ihnen sprichst. Du mußt nur einfach wissen, was ihnen am meisten gefällt. Was ihnen gefällt, ist mir, z. B. ganz egal, aber wenn z. B. ich einer Frau nicht gefalle und wenn sie mir gefällt, zeige ich ihr immer das, er zeigt Alex seine Faust, und drohe ihr noch wörtlich, wenn es noch nötig ist. Er lacht. Selbstverständlich, sind meine Methoden nicht neu, aber einfach. Sie wirken überall. Manchmal bin ich natürlich mit meinem Leben nicht ganz zufrieden, aber kann ich manchmal so ganz zufrieden sein. Alles ist einfach und genial, aber ist nicht alles genial, was einfach ist. Dein Leben ist nichts. Verstehst du, dein Leben ist nichts. Du bist schon nichts, selbst. Ich wollte immer ein Mensch sein, wie du. Du hast viel Geduld. Du duldest, duldest und duldest, immer, alles, das. Ist das natürlich? Diese Welt wird von den Stärksten regiert, in jeder seiner Phase, hier gibt es keinen Platz für die Schwachen. Nicht nur die Menschen, sondern die Vögel, deren Gezwitscher wir manchmal gerne hören (wenn wir dafür genug Zeit finden), und die in der bunten, vielfältigen, reizvollen Natur, die alles spiegeln kann, neben unseren Häusern, in ihren Nestern, auf allen Bäumen leben, singen über diese Gesetze. Sie haben manchmal keine Folgen, diese Gesänge, aber sind sie immer notwendig. Das ist unsere Wirklichkeit, wir können sie, die Natur, manchmal nicht verstehen, ich meine, nicht jetzt. Wer bin ich? Ich bin ein starker Mann, mein Charakter ist stark. Ich bin bis auf die Knochen stark. Niemand weiß, wie unser Herr (unser Gott) aussieht. Wir sind nur Spielzeuge in seiner Hand. Nichts hängt von unserem Willen ab. Er, wie ein Wagenführer (?!), begreift immer unsere Gedanken. Nicht alles ist wahr, was in unseren Köpfen geschieht. Das ist unsere Seele, und die Seele will immer frei sein. er strebt nach mehr Wissen, wenn irgendwo die Freiheit uns nicht genügt. Diese Ruhe. Sie ist nie genug. Sie kann nie genug sein. Das ist unser Kampf, mein Kampf. Ich liebe die Frauen, da ich die Natur liebe. Sie lieben mich auch sehr, er zeigt Alex ein Foto, auf dem er zusammen mit einem achtzehnjährigen Mädchen in dem heißen Sand, unter einem gelben, breiten Sonnenschirm steht und lacht. Beide lachen: das Mädchen scheint nervös zu sein, sie zieht sich immer an, wenn ich befehle. Sie liebt, wenn jemand sie kontrolliert. Sie sagt, ihr ehemaliger Freund siehe genauso, wie ihr eigener Vater aus. Das ist meine Stärke, die der Natur dient. Wir planieren unsere Zukunft, trotzdem er vor mir einen Freund gehabt hat, trotzdem sie keine Jungfrau ist. Das ist mir ganz egal. Alles ist mir egal, was mich an ihren ehemaligen Freund erinnert! Wir werden nur unbedingt einen Jungen haben, ihn menschlich erziehen. Du bist dreiundzwanzig Jahre alt, aber noch ledig. Warum? Alex sagt nichts, steht auf, geht zum Buffet, neben dem zwei Kellnerinnen stehen und bestellt ein Glas Mineralwasser, das er unterwegs trinkt und setzt sich wieder auf den Stuhl, neben Ilia. Ja, es gibt einige Gründe, über die du nie sprechen magst; ich verstehe das, aber ist das nicht sehr wichtig. Warum soll der Mensch dir helfen, wenn du ihm nichts versprichst und noch mehr, nichts sagst? Du schweigst, schweigst und schweigst, wenn es sich persönlich um dein Leben handelt. Das Gesetz der Natur wirkt überall und stirbt jeder Mensch bald, wenn er genug laut nicht schreit. In unserem eigenen Haus ist es immer warm. Wo fühlen wir uns bequemer, als in unseren Häusern? Die ärmsten Leute haben keine Häuser, Gott bestraft sie, vielleicht ihrem Verbrechen wegen, in ihrem anderen, vorherigen Leben. Ich bin kein absoluter Christ, ich glaube, daß er ein einheitliches Wesen ist. Er ist unser Gott. Du bist zu dumm. Du sprichst immer gut, ich akzeptiere deine Talente, aber ist das wirklich nichts. glaube mir, du sollst alles verändern, was dir gehört. Ich liebe mein Zeitalter, dies Jahrhundert gehört uns: den stärksten Persönlichkeiten. Mein Dienst und diese Bank im ganzen sind mir nicht darum wichtig, weil ich ein wenig mehr verdiene, als mir vor einigen Monaten vorstellen konnte, sondern liebe ich ihn, da er mir sehr viele Chancen gibt und noch mehr: meinen Charakter vollkommen macht. Das ist unsere gemeinsame Zukunft, die wir zusammen bauen. Unser Land blüht. Wir haben sehr viele Erfolge in zahlreichen Wissenschaftsbereichen, unsere Firmen sind stärker, als gestern, unsere Wirtschaft erobert immer neue Höhen. Jährlich das 10– oder mehr: 12 %-ges Wachstum ist kein Scherz. Warum freuen sich nicht diese Leute auf unsere Erfolge? Warum weint jeder Nichtshaber an jedem Morgen so bitter? Die Leute sind arm, weil sie vernunftlos sind. Nur wegen ihrer eigenen Vernunftlosigkeit sind sie so arm. Das ist nicht nur unsere neue liberalistische These (ich verstehe sie immer so, wie ich will). Unruhe in der Natur und unseren Köpfen! Nur wir tragen die Verantwortung und dient alles dem Wohlstand, unserem erfolgreichen Leben. Der Begrff “georgische soziale Marktwirtschaft” ist ist schon kein Wunder und noch etwas mehr! unsere Jugend wird durch die Welt reisen und zufrieden sein, daß die Leute in anderen Ländern schlechter leben, als hier und als sie in ihren Häusern. Das ist ein angenehmes Gefühl, das das Problem der nationalen Identität alles ganz verändert oder verändern muß. Warum schweigst du? Sei lustig, habe Hoffnungen! Alex schaut sich ihn an, dann sagt: ich will einfach nichts sagen und nichts mehr, er wendet sich in seinem Sessel, Ilia stellt sich ans Fenster und lacht. Die Leute in dem Saal interessieren sich für sie. das Ehepaar in der Ecke schlürft ihre Sauce. Beide schweigen. Der junge Mann nimmt ein Haar aus ihrem Mantelkragen und putzt Staub. Morgen will ich wieder nach Tiflis, und du? Es ist wirklich besser, in einem Gasthaus einige Tage zu verbringen, bevor SIE mich in Ruhe lassen, aber ich habe keine Lust mehr, zu fliehen. Kannst du mir 10 Lari geben? Fragt Alex ihn und lacht, ganz herzlich. Nein… Alex, du weißt nicht, wie schwierig es ist, aber leider kann ich dir nicht helfen. Stelle dir einmal vor: ich gehe jeden Tag in diese Bank, zu früh, manchmal finde keine Zeit, ein Glas Kaffee zu trinken. Fahr mir, bitte, nach Hause. Ist es hier sehr langweilig? Fragt er Alex, ja, dieses Cafe ist wirklich sehr geschmacklos, sagt er dann. Alex schweigt. Ilia parkt sein Auto neben seinem Haus, Alex steigt aus und öffnet die Tür, geht die Treppe hinauf, legt sich ins Bett und weint.