Erstes Kapitel

Mit seiner trockenen Stimme, mit seinem Georgischen Akzent erzählt diesen Roman jemand. Er liegt in seinem kalten Bett, hinter den Vorhängen in diesem Schultheater des Lebens. Eigentlich, das kann nicht jeder Mensch schaffen!

In einem kalten Zimmer, vor der Tür, die immer angelehnt bleibt, sitzt er. Die praktischen Leute, die sich in jeder Zeit wohl fühlen, beschäftigen sich in ihren Familien, den Schulen, in der Armee, auch an den Hochschulen mit ihren Sachen. Mit ihren gut geputzten Ohren (wie die Kinder, die in die Schule gehen müssen) hören sie alles, was ihnen gefällt. Sie schlafen nur manchmal süß, aber freuen sie sich darauf, daß jemand keine Ruhe findet, und wissen sie nicht, warum. Mir ist das auch sehr interessant. Das Zimmer wird durch eine Lampe beleuchtet, deren Strahlen in der klaren Mitternacht den Kontrast zu der Einwohnerzahl, diesen menschlichen Ressourcen verschärft. Er ist allein, da die echten Menschen immer allein sind. Seine Einsamkeit, das ist die QUELLE, der oft zwangsläufig alles Schönes gewidmet wird. Er kann nicht ruhig schlafen. Manche Leute sehen heute primitive Filme, Videoclips, deren Stimmen und Motive nicht nur ich, ein nur ein bißchen musikalischer Mensch, sondern physisch und psychisch ganz gesunde Kühe kaum dulden können. Manche Männer schreien augenblicklich vor der Liebe zu ihren Frauen, deren gewaltsame Liebkosungen, Umarmungen, Ächzen und Flüstern nur fünf oder höchstens, sechs Minute dauern: die Familie, das ist eine gute Basis, der die Prinzipien der heutigen Staatlichkeit zugrunde liegen _ einer von dem Menschen erfundenen, langweiligen Absurde, der die Leute dienen, und, ihrerseits, die dem Staat mit dem ewigen Schweigen zustimmen, zufrieden usw, seine Bedingungen akzeptieren, liegen auch gewisse Prinzipien zugrunde. Manche Leute haben ein bißchen Gewissen, aber spielen sie oft oder tatsächlich keine Rolle in diesem Theater der Absurde, leben sie noch oder werden sie einmal, bald sogar nicht in der Schule des Lebens sein, was seinen großen Sinn hat (!), dessen Gäste in ihren Schlafzimmern ruhig schlafen, und beweisen sie, diese Ausnahmen, noch einmal _ weil wir immer lückenlose Beweise brauchen, daß uns auf diese Weise keine Pfaue ihre schönsten, tausendfarbigen Flügel zeigen können. Es tut mir leid, daß sie jeden Tag, in jedem Augenblick, kleiner werden, altern, diese Leute im Reich der Dunkelheit und des Nebels, in dem die Konkurrenz auch immer so natürlich zu sein scheint. Wer wird etwas wieder teilweise fiktiv tun? Richtig. Ihre Kinder, die viele Leute gewaltsam und primitiv erziehen, diese neuen Menschen, die einmal durch Ficken geboren sind. Und müssen sie, wie Seidenwürmer, noch auf ewige Flügel warten! Es tut mir sehr leid. Aber er wartet auf nichts Gutes mehr, er fühlt nur Einsamkeit, Armut, Verzweiflung und Unterdrückung. Brotkorb, Kühlschrank, Tisch, Stühle, etc., sind leer, und alles, alles ist leer, nur auf einem Stuhl im Vorzimmer steht ein Glas (Wasser in diesem Glas ist nicht sauber!), und sein Aschenbecher ist voll, und warten die Teilchen, die wir auf zahlreiche andere Weise empirisch erforschen könnten (wir hoffen auf diese Wissenschaft), in der Asche auf sie, ihn, das Geschlecht ist egal, und alle kommen nicht, alle haben keine Lust auf diese ethischen Vergnügungen, ha, ha, diese Leute, die jetzt schlafen, und die wir hier kennen lernen können, und die jede unsere Zuversicht immer vernichten (noch mehr, wenn wir nicht wissen, wohin wir gehen!), können sie nur töten, menschliches Fleisch fressen, ihr Blut trinken, heucheln, viele Unsinne reden, aber nie Stäubchen, Steine, Sand, Bäume, Blumen, Ozeane, Meere, Felder und noch vieles mehr besuchen, da sie an Gott glauben!? Eigentlich, zum Glück. Gut. Nein, sie glauben auch daran, daß wir uns erholen (sehr ruhig bleiben) müssen, daß wir keine Lust haben können, zu leben, diese Leute, die manchmal auch ruhig spazierengehen und immer nichts tun, und haben wir zum Schluß wirklich keine Lust zu leben. Es tut mir leid, daß sie immer wenig schlafen müssen! Aber diese tragische / komische Gestalt hinter der Tür, dieser Stille sitzt, ohne etwas zu tun, weil er sehr leidenschaftlich und zu hungrig ist, er kann keine Musik schreiben oder Mozart hören, “seinen” einzigen Komponisten, der ihm bis dahin gefällt. Die Nachtigall, die auf dem Baum sitzend, in dieser Nacht sang, ist auch verschwunden. Wenn wir wollen, kann alles jetzt verschwinden, wie z. B. wir wollen und öffnet vor uns die Welt die Augen manchmal WIRKLICH extrem vernunftlos und manchmal extrem freundlich. Es handelt sich um einen jungen Mann, der dreiundzwanzig Jahre alt, von der Leute verfolgt ist, die immer an ihre Sterne denken. Er denkt seinerseits an vieles und hat keinen Wunsch, an der Uni zu studieren. Er wollte einmal Arzt werden, aber viele Bewerber zahlen Gebühren (oder heimlich mehr Geld für ihr Studium), auf denen Kosten der Rektor und viele anderen Leute diese moderne Technik: neue Autos in Deutschland, den United States of Amerika, Japan, Russland kaufen (das Land ist auch egal), zehn oder fünfzehn Frauen sogar in der sog. Elite, jeden Tag vergewaltigen. Ihre Mädchen, _ wenn sie oder ihre Frauen eigentlich überhaupt Mädchen HABEN wollen, die nicht wehrpflichtig sind, verschmelzen auch gerne mit ihren Pferden, ihren Motorrädern, oder ihren schlimmeren, älteren Autos, die ihnen ihre Väter schenken, liebe Väterchen, ihre blutigen Väter, ihre eigenen Väter. Und nach dem Verkehrsunfall müssen wir uns immer an diese Tiere (diese “ausgebildeten Unmenschen”) wenden. Das ist, also, unser blutiger Kreis, aber dieser Kreis gehört mir wahrscheinlich nicht. Er ist auch kein berühmter Schriftsteller, trotzdem er schreibt; er ist auch Kein Maler, trotzdem er malt. Viele Künstler (und nicht nur viele Künstler) sind sehr arm. Ihr Gewissen, warum ist es nicht schwerer, als jetzt, das weiß ich auch nicht, ich kann das nicht verstehen! Er ist ein Dörfler, und spricht Deutsch, Französisch, Russisch, Englisch und Georgisch besser, als ich. Persönlich...!

Diese Jungfrauen in Georgien; das ganze, abstrakte Georgien, das nur in ihren Köpfen existiert, ist selbst eine christliche Jungfrau, die niemanden liebt und von jeder Person verachtet wird, unangenehm, natürlich, wenn jemand genug Geld zahlt! _ Ich habe immer Angst, wenn ich mit einem konkreten Mann spreche, ich hasse mich, daß ich selbst ein Mann bin. Die Frauen sind nicht aggressiv, die Männer..., ich bin wirklich unerträglich! Nicht nur das, wie ich aussehe, sondern alles ist unerträglich (ich bin übrigens sehr sympathisch: das ist meine natürliche Schönheit, ich bin sehr jung: Gott, ihm bin ich sehr dankbar, dafür, trotzdem ich an ihn zum Glück absolut nicht glaube, auch unserer Natur bin ich dankbar, die schon so schön und schon so vollkommen ist! Aber so will ich nicht jetzt bleiben). Die Kirche erinnert sich sehr an einen Penis mit zwei Hoden (an die hl. Dreifaltigkeit), unsere lächerlich kleinen männlichen Organe, auf die jemand immer so stolz ist und auf die sich keine einzige Frau setzen darf, wenn er das kurz und gut sagt. Und, so weiter. Geht das Leben nicht weiter? Jede Antenne, diese christliche Architektur, Waffen, selbst mein Kugelschreiber, das, alles ist nicht relativ schlecht, das ist schlecht, so schlecht, wie zum Beispiel selbst mein Penis. Diese Männer (vielleicht nicht alle Männer) sind unbarmherzig, sie träumen in diesem Buch (und nicht nur hier!) mehr von einem großen und bzw. starken Penis (von einer starken väterlichen Hand, wie sie manchmal sagen, wie sie sprechen, wie sie das ausdrücken. In Wirklichkeit, sie träumen vom IHM. Lächerlich ist das auch nicht, ich glaube), als alle Frauen, die immer so müde, arm, alt, krank, in ihrer Würde verletzt sind und schon von nichts mehr träumen können. Diese bürgerliche Gesellschaft, diese Anwälte: ihre Kinder wollen, daß ihre Eltern schnellstmöglich sterben, denen ihr Eigentum, ihre ganze Erbschaft gehört, Professoren an den Hochschulen, sie ficken in den Arsch Mädchen mit ihren beruflichen Blicken. Wenn sie sprechen, ernst nehmen sie Geschlechtsfragen nie, oder nehmen sie diese Fragen todernst, finden das tierisch und wollen selbst keine Löcher in ihren Vollkommenheiten bemerken, trotzdem diese Mädchen immer NIEMANDEM (Jesus Christus?) gehören und so entsetzlich ohne fleischliche Liebe altern, wie stinkende Schweine, allein, und ich immer lache, wenn sie sterben. Was soll ich tun? Fertig sind auch die Frauen der Politiker immer und überall, sie fliegen so besser, diese großen Engelchen.



Salvador Dali. Die zerrinende Zeit

21.02.2007

 

 

 

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